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Wie alles begann oder Karneval mal anders

Obwohl wir ein Kind geplant haben (was das biologisch bedeutet, muss ich euch sicherlich nicht erklären ;)), war der positive Schwangerschaftstest natürlich eine Überraschung. So recht haben wir dann doch nicht damit gerechnet, dass es bei unseren Terminen (Manu als Student mit Nebenjob, Basketballtraining und unzähligen Nachhilfeschülern, die nicht auf ihn verzichten wollten und ich als Vollzeit-Anwältin und Basketballtrainerin) so schnell klappen würde mit dem Schwangerwerden. Wir haben uns natürlich gefreut, aber ehrlicherweise habe ich den Test trotzdem erstmal angezweifelt... Und mich gleichzeitig gefragt: "Sind diese Zweifel normal?".

Der Schwangerschaftstest

Den Schwangerschaftstest wollte ich ursprünglich an einem Samstagmorgen machen (wegen des Morgenurins...). An diesem Samstagmorgen, den wir uns ausgeguckt haben (man muss ja nach dem möglichen Empfang ein paar Tage ungeduldig abwarten), bin ich um fünf Uhr morgens aufgewacht und müde aufs Klo getapert. Manus Kommentar als ich zurück ins Bett geschlurft kam: "Na, das war dann wohl der Morgenurin...". Tja, ärgerlich... Neuer Plan war dann den Test einfach am Sonntagmorgen zu machen. Weil ich es aber nicht abwarten konnte, habe ich dann Samstagabend schon den ersten Test gemacht und der war positiv. Glauben konnte ich das allerdings nicht, weil es ja insbesondere kein Morgenurin war.

Ein Blick in die Beschreibung des Tests lieferte uns unzählige Gründe, warum der Test negativ sein konnte, obwohl man schwanger war. Ein positiver Test schien allerdings nur eine Interpretation zuzulassen: schwanger. Auch der zweite Test am Sonntagmorgen (diesmal mit Morgenurin :D) war positiv.

Endgültige Gewissheit sollte mir aber ein Besuch beim Frauenarzt bringen. Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin (projektbezogen habe ich in der Zeit meist fünf Tage die Woche nicht in Köln gearbeitet), war es gar nicht so leicht, einen Termin zu machen, ohne alle Pläne über einen Haufen zu werfen. Was bot sich da an? Weiberfastnacht, da müssen die Mandanten auf uns Kölner verzichten, man kommt aus Köln ja weder raus noch rein. Also bin ich morgens zum Arzt, habe mir die endgültige Bestätigung und das erste Ultraschallbild abgeholt und so langsam wirklich angefangen zu glauben, dass ich schwanger bin. Das war nicht so einfach, hatte ich in den ersten Wochen weder mit Müdigkeit noch mit Übelkeit zu tun und eine Rundung sieht man ja sowieso noch nicht.

Karneval schwanger in Köln

An Weiberfastnacht haben wir eine große Party in der Kneipe bei uns unten im Haus ausgerichtet, auf die ich mich auch sehr gefreut habe. Aufgrund ungünstig liegender Examenstermine und weil ich sowieso nicht ständig Alkohol brauche, habe ich schon häufiger keinen Alkohol an Karneval getrunken (als echter Kölner braucht man keinen Alkohol, um Karneval zu feiern ;)), das war also für mich kein Problem. Problematisch war das ganze allerdings unseren Freunden gegenüber. Vor Ablauf der ersten zwölf Wochen wollte ich eigentlich (nahezu) niemandem von der Schwangerschaft berichten. Ich habe mir dann mit alkoholfreiem Bier, Cola und Wasser beholfen und das hat erstaunlich gut funktioniert :D.

Einzig meine Schwester musste ich einweihen, mit der ich Freitagabend spontan auf einer Party gekellnert habe. Meine Schwester wollte unbedingt mit mir anstoßen (mit frischgezapftem Bier), sodass ich ihr erklären musste, dass ich jetzt erstmal eine ganze Weile keinen Alkohol mehr trinken würde. Auf ihre erste Reaktion ("Hä, wieso das denn?") folgten dann schnell Freude und Freudentränen. Ich glaube die Gäste, die Bier bei uns kaufen wollten, waren etwas verwirrt :D.

Und meine Mutter haben wir auch eingeweiht, weil wir Samstagabend auf einer Veranstaltung waren und ich neben Manu und meiner Schwester noch eine Verbündete haben wollte.

Erstaunlicherweise haben wir es wirklich geschafft, Karneval über die Schwangerschaft ansonsten für uns zu behalten. 

Die Erleichterung

Wir waren allerdings beide froh nach Ablauf der ersten zwölf Wochen kein Geheimnis mehr aus der Schwangerschaft machen zu müssen und auch aus medizinischer Sicht etwas ruhiger auf das erste Wachsen des Bauches warten zu können.

Obwohl die ersten zwölf Wochen teilweise recht anstrengend waren, weil niemand etwas merken sollte, würde ich jedes Mal wieder (versuchen) die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft nur zwischen uns zu halten. Was das angeht, bin ich doch ein wenig schicksalsgläubig und würde das Schicksal (so albern das vielleicht für den ein oder anderen klingen mag) nicht "herausfordern" wollen.

Jetzt, wo die Schwangerschaft sich dem Ende nähert (momentan bin ich in der 39. SSW), scheinen mir die ersten Wochen so unglaublich weit weg, obwohl es eigentlich nur ein paar Monate sind. Unglaublich was alles in ein paar Monaten passieren kann und was der weibliche sowie der heranwachsende Körper in so einer kurzen Zeit so alles leisten.

 

Wie habt ihr die ersten zwölf Wochen erlebt? Habt ihr sofort die Schwangerschaft realisiert oder brauchtet ihr den ersten Ultraschall, die erste Bauchrundung oder vielleicht sogar die ersten Bewegungen, um euch des heranwachsenden Lebens bewusst zu werden? Und wie habt ihr die ersten zwölf Wochen überstanden? Mit der Schwangerschaft als Geheimnis oder habt ihr die tollen Neuigkeiten direkt mit euren Freunden und Familien geteilt? Wir freuen uns auf eure eigenen Geschichten und schmunzeln solange über unsere eigene kleine Reise :)

 

Liebe Grüße

Manu und Jana

Kommentare: 2
  • #2

    Fritschi (Donnerstag, 27 September 2018 10:35)

    wie schön, Jana!!! erst einmal herzlichen Glückwunsch von mir an euch Eltern! Die Zeit des Schwangerseins hab ich jedes mal als etwas ganz besonderes in Erinnerung (wobei natürlich die erste immer noch am aufregendsten ist ;-)), ich habe schon vor dem positiven Test gemerkt, dass ich schwanger bin, wieso genau kann ich bis heute nicht sagen, ich wusste es einfach! in Woche 10 und 11 habe ich Staatsexamen geschrieben- und bin vor Müdigkeit in der Strafrechtsklausur eingeschlafen! verrückt oder? die Aufsicht hat mich netterweise nach 20 Minuten geweckt :-D
    Die Familie wurde dann am Abend der letzten Klausur eingeweiht, meine Eltern (damals erst 46 und 47 Jahre alt) waren ganz schön von den Socken ... das ist jetzt genau 6 Jahre her und ich finde es Wahnsinn, wie schnell die Zeit verfliegt! Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für die kommenden Wochen! Starke Nerven und am besten noch mal so richtig ausschlafen, das kommt so schnell nicht wieder ;-)

  • #1

    Cousine Andrea (Mittwoch, 19 September 2018 23:46)

    Liebe Jana.
    Ich habe tatsächlich auch Fotos von den positiven Schwangerschaftstests gemacht. In der ersten Schwangerschaft habe ich den Test gemacht, bevor ich das Wochenende nach Aachen fuhr, um dort den 55. Geburtstag meines Vaters auszurichten. Ich dachte, ich mache vorsichtshalber mal einen Test, bevor ich am we Alkohol trinke. Da mein Zyklus in der Zeit ziemlich untegelmäßig war, war ich doch überrascht über das positive Ergebnis. Beim Frauenarzt war ich in der darauffolgenden Woche an meinem 29. Geburtstag! Das beste Geburtstagsgeschenk ever �❤️.
    Euch alles Gute für die kommende Zeit ��.