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Babyzimmer - Was richte ich wann ein?

Wir werden Eltern! Aber was bedeutet das? Im Laufe der Schwangerschaft stellt man sich so viele Fragen. Ein wichtiges Thema: das Babyzimmer. Brauchen wir ein Babyzimmer? Möchten wir das schon vor der Geburt eingerichtet haben? Was muss rein, was ist "nice to have" und was ist quatsch? Unsere Gedanken und Entscheidungen haben wir für euch in diesem Blogbeitrag beschrieben.

Braucht ein Baby ein Zimmer?

Schon bei dieser einfachen Frage scheiden sich die Geister. Deswegen vorab: Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Zu Beginn seines jungen Lebens kann ein Baby weder laufen noch sonderlich weit und differenziert sehen. Das führt dazu, dass euer Baby sich meist im selben Raum befinden wird, wie ihr. Deswegen kann man durchaus auch sagen, dass man sich um das Babyzimmer vor der Geburt nicht so einen Kopf machen muss.

Wir haben uns dafür entschieden, ein Babyzimmer herzurichten und das auch schon vor der Geburt. Das hat für uns mehrere Gründe:

1) Spätestens während der Schwangerschaft fängt man an sich konkretere Gedanken um eine Zukunft zu dritt machen. Wir als Eltern haben in der Wohnung verschiedene Möglichkeiten uns zurückzuziehen: ein kuscheliges Bett oder ein gemütliches Sofa beispielsweise. Auch für unseren Sohn wollten wir einen Ort schaffen, der schon von Beginn an eine ganz eigene Rückzugsmöglichkeit für ihn ist.

2) Das gemeinsame Einrichten des Zimmers war für uns eine Möglichkeit uns mit dem Thema "wir werden eine Familie" auseinanderzusetzen. Bei uns hat das Einrichten die Freude auf die Geburt ungemein gesteigert.

3) Hat man kein Babyzimmer, stellt sich die Frage, wo man die ganzen Babysachen unterbringt. Zum einen natürlich die Wickelkommode (wenn man sich dafür entscheidet, dass man eine solche hat), aber natürlich auch Kleidung, Wickelzubehör und der Berg an Kuscheltieren und Geschenken, den man zur Geburt bekommt. Wir wollten das Babyzimmer auch deshalb einrichten, um einen Platz zu haben, wo alle Babysachen hingehören und diese verstauen zu können, ohne sie in ein paar Monaten wieder umräumen zu müssen.

Sonderfall: Schlafen

Ob Kinder von der Geburt an im eigenen Zimmer oder doch eher im Elternschlafzimmer schlafen sollen, ist ebenfalls Geschmackssache und Gegenstand intensiver Diskussionen. Wir haben uns dafür entschieden, dass der Kleine erstmal bei uns im Zimmer schläft. Zum einen, um ihn nachts im Blick zu haben, aber auch, um schneller und weniger umständlich stillen zu können.

Nichtsdestotrotz planen wir, dass er tagsüber auch mal in seinem eigenen Zimmer schläft, damit er sich an Geruch und Umgebung gewöhnt und ihm die Umstellung später zu vereinfachen. Auch deswegen wollten wir von Beginn an ein Babyzimmer eingerichtet haben.

Einrichten vor oder nach der Geburt?

Vor der Geburt ist es unglaublich schwer einzuschätzen, wieviel Zeit und Energie nach der Geburt "übrig" ist für solcherlei To-dos wie Zimmer einrichten. Wir wollten das Zimmer deswegen vor der Geburt fertig haben (zumindest im Großen und Ganzen, so ein Zimmer entwickelt sich ja weiter), um nicht Gefahr zu laufen, danach gestresst oder energielos ein Zimmer für das schon etwas ältere Kind einrichten zu müssen.

 

Außerdem war mir als Mutter wichtig Teil des Ganzen zu sein, mit zu entscheiden, auszusuchen und einzurichten. Wie meine Zeit- und Energiereserven nach der Geburt aussehen, kann ich momentan noch nicht einschätzen, deswegen wollte ich das vorher machen. Da ich bis zum Mutterschutz berufstätig war, hatten wir zwar nur ein Zeitfenster von ein paar Wochen, aber das reicht für ein Zimmer eigentlich.

Must-haves, Nice-to-haves und Überflüssiges

Aber was gehört in so ein Babyzimmer - wenn man denn eines einrichtet - hinein? Fragt man die Möbelhäuser, wird man das Gefühl nicht los, dass Babys mehr Möbelstücke brauchen als unsereins. Genauso gut könnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass eine Wickelkommode völlig reicht. Was ihr bei uns findet, warum und was wir besonders wichtig finden (ganz oben) und nicht ganz so wichtig (ganz unten) sind die folgenden Möbel bzw. Einrichtungsgegenstände:

  • Kommode mit Wickelaufsatz: Wickeln kann man sicherlich überall, auf einem Tisch, auf dem Boden, auf dem Elternbett. auf Parkbänken, Schreibtischen und Arbeitsplatten. Eine Wickelkommode bietet allerdings einen festen Ort, an dem alle Utensilien ihren Platz finden und der Routine für das Baby bedeutet. Besonders charmant fanden wir die Lösung Kommode plus separater Wickelaufsatz. Ist die Wickelzeit irgendwann vorbei, können wir also einfach den Aufsatz entfernen und haben dann eine Kommode, die weiter im Kinderzimmer stehen kann.
  • Babybett: Soll das Kind irgendwann in seinem eigenen Zimmer schlafen, braucht es natürlich ein Bettchen. Besonders schön sind dafür Betten, bei denen man die Liegefläche verstellen kann (das ist rückenschonender für die Eltern ;)) und zum anderen die Gitterstäbe irgendwann einfach entfernen kann. Das Bett wächst dann quasi mit dem Kind.
  • Babybay (Beistellbettchen): Das Beistellbettchen gehört nicht ins Babyzimmer, sondern dient dazu, dem Kind einen Schlafplatz im Elternzimmer zu schaffen. Dennoch finden wir es wichtig sie bei der Einrichtung zu erwähnen, da sie für uns unverzichtbar war. Wir haben uns für eine Babybay mit Verschlussgitter und Rollen entschieden, damit wir das Beistellbett zusätzlich als Stubenwagen nutzen können. 
  • Windeleimer/Mülleimer: Um Windeln schnell und unkompliziert loszuwerden, fanden wir es wichtig, einen Mülleimer direkt im Babyzimmer neben der Wickelkommode zu haben. Die Duftmarken unseres Sohnes müssen wir auch nicht in der ganzen Wohnung verteilen ;).
  • Waschkorb/-sack: In unserem Babyzimmer gibt es auch einen Wäschesack für dreckige Wäsche. Zum einen ist so das getrennte Waschen leichter, will man die Babysachen mit babyfreundlichem Waschmittel waschen. Zum anderen muss dann die dreckige Wäsche nicht jedes Mal zu unserem Wäschekorb transportiert werden.
  • Lichtquellen: Verschiedene Lichtquellen machen es den Eltern leichter verschiedene Routinen zu kreieren. So kann man beispielsweise abends vor dem Schlafengehen ein kleineres, dunkleres Licht anmachen, um eine Abendstimmung zu verbreiten und morgens beim Start in den Tag ein helles Deckenlicht anmachen, um so einen Tagesrhythmus herzustellen.
  • Regale über der Wickelkommode: Die Kommode bietet eigentlich genug Stauraum. Die Regale sind deshalb zum einen eine weitere (vielleicht überflüssige) Stauraummöglichkeit und zum anderen ein Ort für den (meist weiblichen) Drang, Dekoration unterzubringen. Auch schön sind im Winter Infrarotlampen, die die Kids schön wärmen. Solche Lampen kann man gut an einem Regal festklemmen.
  • Teppich: Zwar wird das Baby zu Anfang wahrscheinlich recht selten im eigenen Zimmer auf dem Teppich liegen. Ein Teppich ist aber schön, strahlt Gemütlichkeit aus und hat in unseren Augen die Einrichtung abgerundet. Sobald das Baby sitzen kann, ist ein weicher Teppich natürlich gemütlicher als der harte Boden.
  • Stillsessel: Ich wollte schon immer einen gemütlichen Sessel im Babyzimmer (hab mich da in ein Modell von IKEA verliebt). Dies ist sicherlich kein Must-have, zum einen stillt man überall und sicher nicht immer im Babyzimmer. Zum anderen muss der Sessel irgendwann natürlich raus, zum Spielen kann das Kind den sicherlich nicht gebrauchen. Für uns war der Sessel (in dem ich schon in der Schwangerschaft übrigens gerne sitze und lese) also eher ein Sahnehäubchen für die Eltern ;).
  • Spielebogen: Ein Spielebogen dient vor allem der Beschäftigung des Babys und fördert besonders die Hand-Augen-Koordination. Zwar kann man den Spielebogen immer wegräumen, wenn man ihn nicht mehr braucht, wir haben uns aber dazu entschieden ihn erstmal im Zimmer zu lassen, sodass er auch zur Einrichtung gehört. Vorteil eines Spielebogens ist außerdem, dass er so klein und leicht ist, dass man ihn in der ganzen Wohnung auf den Boden legen kann :).

Fazit

Ich finde unser Babyzimmer total schön und verbringe jetzt schon gerne Zeit in dem Zimmer und genieße die dabei aufkommende Vorfreude. Wir laufen tatsächlich jedesmal mit einem Lächeln über den Flur, wenn wir einen Blick ins Babyzimmer werfen :). Für uns war es deswegen definitiv die richtige Entscheidung, das Zimmer schon vor der Geburt einzurichten. Eine Pauschallösung gibt es hierfür allerdings nicht. Es kommt auf jeden Fall auch auf die Lebenssituation an (Plant ihr beispielsweise sowieso im nächsten Jahr einen Umzug? Lohn sich das umräumen/einrichten dann für euch überhaupt noch?).

Wir freuen uns über euer Feedback und eure Kommentare und Geschichten zu euren Babyzimmern und Einrichtungsgegenständen.

 

Viel Spaß beim Inspiriertwerden und Einrichten!

Liebe Grüße

Manu und Jana

 

P.S.: Was in unseren Augen noch fehlt, ist die Wandgestaltung. Da wir das Zimmer erst vor zwei Wochen neu gestrichen haben, wollten wir uns hierbei aber noch etwas Zeit lassen :)

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