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Alle Wege führen nach Rom - nicht aber zur Familienkasse

Noah ist endlich da. Doch anstatt, dass wir uns einfach nur mit ihm befassen können, liegt bei uns auf dem Schreibtisch eine sehr lange To-Do-Liste. Einer dieser Punkte war der Kindergeldantrag. Das ist in Köln allerdings leichter gesagt als getan, wie wir feststellen mussten.

Die erste Entscheidung: online oder vor Ort?

Organisiert, wie wir sind, haben wir uns natürlich vorher alle Möglichkeiten angesehen. Wir haben festgestellt, dass man den Antrag auch online ausfüllen kann, also nicht zur Familienkasse laufen muss. Aber irgendwie hatten wir an dem Tag, an dem wir uns einen Überblick verschafft haben, irgendwie keine Konzentration mehr, sodass uns die Anträge unglaublich kompliziert vorkamen. Deshalb war unsere Entscheidung klar: Wir wollten lieber einen Ansprechpartner vor Ort haben, als irgendwas zu vergessen oder falsch auszufüllen. Deshalb sind wir, nachdem wir die Geburtsbescheinigung der Stadt (in Köln dauert das so ungefähr 6 Wochen) und die Steuer-ID (das hat fast acht Wochen gedauert), auf zur Familienkasse gelaufen... Dachten wir zumindest.

Sie sind hier falsch

Da wir mit Noah im Kinderwagen nicht lange bei der Familienkasse warten wollten, sind wir morgens um 7:15 Uhr aufgebrochen, um so am besten direkt um 7:30 Uhr an die Reihe zu kommen. Vorher haben wir uns natürlich informiert wo wir hin müssen. Wie es der Zufall so wollte, befand sich die Familienkasse nur 200 Meter von unserer Haustür entfernt. Die Betonung liegt hier auf "befand". Als wir aber an besagter ehemaliger Adresse der Familienkasse ankamen, war in einem 10-stöckigem Gebäude kein einziges Licht an. Auf die Nachfrage im Nachbargebäude, was denn mit der Familienkasse passiert sei, sagte man uns, dass diese umgezogen wäre und nun in der Nähe von Ikea in Köln-Ossendorf sei. Das bedeutete für uns: etwa 45 Minuten Bahn fahren, im morgendlichen Berufsverkehr (wir haben nämlich kein Auto). 

Naja, wir sind ja flexibel und mobil. Also auf zum Butzweilerhof. Eine Stunde später standen wir dann im neuen Gebäude der Agentur für Arbeit (die Familienkasse gehört dazu). Wir fragten eine nette Dame an der Information, wo wir denn hinmüssten. Ihre Reaktion war ein verwirrter Blick und die Aussage, dass es stimme und die Familienkasse und die Agentur für Arbeit umgezogen seien. Allerdings haben sich die beiden Abteilungen getrennt und sitzen nicht mehr am selben Ort. Die Familienkasse sitze in Raderthal. Raderthal ist nur mit dem Bus zu erreichen und hätte für uns an diesem Morgen einen weiteren Weg von etwa 2 Stunden bedeutet, sodass wir diesen Punkt unserer To-Do-Liste letzte Woche nicht streichen konnten. Dass Ärgerliche war, dass wir, wären wir direkt zur richtigen Adresse gefahren, ungefähr dreißig Minuten unterwegs gewesen wären.

Die Moral von der Geschichte

Wir haben dann aber einfach eine Woche später noch einen Anlauf unternommen und sind wieder sehr früh aber diesmal zur richtigen Adresse gefahren. Uns sind zwei Dinge bewusst geworden. Erstens: man muss wirklich nicht viel Zeit einplanen, denn vor Ort ist nicht wirklich was los, wir hatten so gut wie keine Wartezeit. Zweitens: die Online-Anträge hätten uns vermutlich viel Zeit erspart, denn wirklich kompliziert ist der Kindergeldantrag nicht. Hier findet ihr alle Anträge, die ihr benötigt. 

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