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Wir stellen vor: Noah Kilian

Es ist endlich soweit. Am 3.10.2018 hat unser Sohn, Noah Kilian, das Licht dieser Erde erblickt. Morgens um 7:33 Uhr, durften wir den kleinen Mann das erste Mal in die Arme schließen. Er kam zu uns mit 55 cm und 3870 Gramm. 

So viel zu den "Fakten". Nun auch noch etwas zu dem mitschwingenden Gefühl. Als es am Tag der Deutschen Einheit endlich soweit war, war Noah bereits 3 Tage übertragen. Also reihen wir uns in die Statistik ein, die besagt, dass Erstgeborene meist übertragen werden. Wer uns kennt, weiß, dass uns ab dem ET eine gewisse Ungeduld begleitet hat und die Vorfreude immer größer wurde. Wir waren aber nicht nervös, sondern eher gespannt, wie sich Wehen, der Weg ins Krankenhaus und der erste Moment mit dem eigenen Kind im Arm so anfühlen. Da Noah unser erstes Kind ist, wussten wir überhaupt nicht, was auf uns zukam. Mit etwas Abstand zur Geburt können wir sagen, nichts ist so gekommen wie wir es uns gedacht haben. Das ist überhaupt nicht schlimm, doch irgendwie extrem faszinierend.

 

Der Tag der Geburt

Angefangen damit, dass man als Frau nicht weiß, ob Wehen wirklich Wehen sind oder nicht. Wir haben deshalb irgendwann den Badewannentest gemacht. Sprich: ab in die Wanne, setzen die Wehen danach einige Zeit aus, dann waren es erstmal nur Übungswehen. 

Dann macht sich natürlich jedes Paar Gedanken darüber, wann man denn ins Krankenhaus geht. Klar, wenn die Fruchtblase zu Hause platzt, ist die Entscheidung relativ klar (bei uns ist die Fruchtblase aber erst im Krankenhaus eine Stunde vor der Geburt geplatzt). Allerdings waren Janas Wehen so stark, dass wir uns auf den Weg ins Krankenhaus gemacht haben, als die Schmerzen kaum noch auszuhalten waren. 

Wir bzw. Jana haben vorher gesagt, dass, wenn es geht, keine PDA gelegt werden soll. Das nicht, weil Jana zwanghaft eine natürliche Geburt durchstehen wollte sondern vor allem, weil Jana ein extrem ungutes Gefühl hatte bei der Vorstellung, eine Spritze ins Rückenmark gesetzt zu bekommen. Wir waren fest überzeugt, dass wir es irgendwie gemeinsam schaffen würden die Wehen wegzuatmen. Was wir allerdings nicht auf dem Schirm hatten, waren die Schmerzen im Kreuzbein. Klar, die hat nicht jede Frau, aber bei Jana waren die Schmerzen in den Wehenpausen heftiger als die Wehe selber. Von daher kamen wir doch nicht drum herum und mussten auf die PDA zurückgreifen. Die Ärztin hat einen unglaublich guten Job gemacht und mit PDA war es viel besser als vorher, sodass es im Nachhinein genau die richtige Entscheidung war. 

Zu guter Letzt war unser kleiner Noah eine Saugglockengeburt. Scheinbar hatte unser Sohn während der Geburt bzw. während der Presswehen Stress, sodass seine Herztöne abgefallen sind. Das hat der Hebamme und den beiden Ärztinnen die zu dem Zeitpunkt dann mit von der Partie0 waren derart Sorgen gemacht, dass sie haben zur Saugglocke gegriffen haben. Das hat natürlich zu einem heftigen Hämatom geführt (dass auch sieben Wochen nach der Geburt noch nicht ganz weg ist), aber ansonsten geht es dem Kleinen wunderbar. 

Wir fühlten uns im Krankenhaus sehr gut betreut. Das ist glaube ich das wichtigste an der ganzen Geburt, um ein positives Gefühl dem Ganzen gegenüber zu haben. Das Gefühl sein frischgeborenes Kind im Arm zu haben, zu spüren und zu sehen ist einfach so unbeschreiblich schön, dass alles andere nicht mehr wichtig war für uns im Nachhinein. 

 

Nach der Geburt

Nach der Geburt ging es für uns nach Hause, da wir ambulant entbunden haben und dann fing eigentlich erst der spannende Teil an: kennen und verstehen lernen, eingewöhnen und realisieren, dass in unseren vier Wänden nun drei Personen zu Hause sind. Und ganz ehrlich: so anstrengend ein Baby auch ist und so kurz er auch erst bei uns ist, wir können uns ein Leben ohne Noah einfach nicht mehr vorstellen. :)

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